Das Symposium „Entwerfen. KI und andere kulturelle Protagonisten“ widmet sich der Frage, wie sich Entwerfen unter den Bedingungen Künstlicher Intelligenz verändert.
Im Zentrum steht nicht allein die Anwendung neuer digitaler Werkzeuge, sondern die grundsätzliche Frage nach Verantwortung, Urteilskraft und Autorschaft im Entwurfsprozess.
Künstliche Intelligenz kann Bilder generieren, Varianten entwickeln, Daten analysieren und Prozesse beschleunigen. Gleichzeitig entsteht die Gefahr, dass Entwurf auf Bildproduktion und statistische Wahrscheinlichkeiten reduziert wird. Damit rückt eine zentrale Frage erneut in den Mittelpunkt architektonischer und gestalterischer Praxis:
Wo entsteht Urteilskraft im Entwurf – und wer trägt Verantwortung für die Entscheidung?
Das Symposium versammelt Positionen aus Architekturtheorie, Entwurfslehre, Designpraxis, Technologie und Forschung. In Vorträgen, Diskussionen und Beiträgen werden unterschiedliche Perspektiven auf KI und Entwerfen zusammengeführt.
Dabei geht es nicht um die Gegenüberstellung von analog und digital oder um eine Ablehnung technologischer Entwicklungen. Vielmehr untersucht das Symposium, wie digitale Werkzeuge sinnvoll in Entwurfsprozesse integriert werden können, ohne Verantwortung, Wahrnehmung und kritische Reflexion aus dem Entwerfen zu verdrängen.
Das Symposium versteht Entwerfen als kulturelle Praxis: als Prozess der Wahrnehmung, der Abwägung und der begründbaren Entscheidung.
Die eingeladenen Referenten vertreten unterschiedliche Positionen aus Theorie, Forschung, Lehre und Praxis. Ziel ist kein geschlossenes Ergebnis, sondern die offene fachliche Auseinandersetzung mit einer Entwicklung, die Architektur und Gestaltung langfristig verändern wird.