KI = Kollaborative Intelligenz
Prof. Dipl.-Ing. Jan R. Krause BDA DWB (HS Bochum)
Originalsprache: Deutsch. Die englische Fassung wurde mithilfe von KI übersetzt.
Prof. Jan R. Krause
Hochschule Bochum
17. Juni 2026 · 14:30 Uhr
Symposium „Entwerfen. KI und andere kulturelle Protagonisten.“ · AMD Düsseldorf.
Künstliche Intelligenz verändert radikal unsere Prozesse in Architektur und Kommunikation. Und in der Lehre. Wir erleben eine neue Form der Kollaboration von Mensch und Maschine. Jedoch: KI hat keine Ambitionen, keine Ziele, keine Vernunft, kein Bewusstsein und sie übernimmt keine Verantwortung. Genau das sind unsere Aufgaben als Architekten. Wir sollten KI als „Kollaborative Intelligenz“ auffassen. 2022/23 sprachen wir von KI als „Werkzeug“. 2024/25 entdeckten wir KI als „Assistenten“. Jetzt sprechen wir von KI-„Agenten“. KI kann wie ein neuer Mitarbeiter funktionieren. Sie muss ausgewählt, eingearbeitet, trainiert werden. Und wir müssen regelmäßig prüfen, ob diese KI zur eigenen Arbeitsweise und Unternehmenskultur passt. Gelingt das, kann eine produktive Zusammenarbeit von Mensch und Maschine entstehen, in der die Stärken der KI mit unserem zielgerichteten Denken und verantwortungsbewusstem Handeln zusammenwirken.
Aus dem von Prof. Dipl.-Ing. Jan R. Krause BDA DWB zur Vorbereitung des Symposiums verfassten Text.
Die gemeinsame Diskussion II griff eine zentrale Frage auf: Was passiert, wenn zwischen Idee und Bild kaum noch Zeit liegt?
Die Antworten trennten den schnellen Zugang zu Varianten von der Bewertung eines Entwurfs. Einerseits wurde die Möglichkeit hervorgehoben, Ideen früh zu erproben und verfügbare Ressourcen für eine vertiefte Prüfung einzusetzen. Andererseits wurde davor gewarnt, aus schneller Bildproduktion eine allgemeine Beschleunigung der architektonischen Planung abzuleiten.
Ein Diskussionsbeitrag bezeichnete diese Gefahr als Effizienzfalle
und forderte: Wir müssen das Qualitätsversprechen machen
. Gemeint war der Einsatz von KI zur Vorbereitung besser begründeter Entscheidungen, etwa durch Hinweise auf Kosten- und Umweltauswirkungen und durch Bilder als Gesprächsgrundlage. Das wurde als Ziel formuliert, nicht als bereits nachgewiesene Wirkung jedes KI-Einsatzes. Für das Thema kollaborativer Intelligenz war daran wesentlich, welche Aufgaben ein System übernimmt und woran sein Beitrag beurteilt wird.
Die Debatte führte außerdem zur Frage: Was macht KI mit unseren Prüfungsformen und unseren Darlegungen?
Hier wurden der Erwerb von Entwurfskompetenz und die Form ihres Nachweises unterschieden. Der Austausch ließ unterschiedliche Positionen zu analogen und digitalen Lernwegen bestehen. Er machte damit deutlich, dass die Rolle von KI in Ausbildung und Praxis begründet werden muss, statt sie allein aus ihrer technischen Leistungsfähigkeit abzuleiten.
Ausgewählte Wortmeldungen aus der Diskussion II – Entwurf und Lehre um 15:30 Uhr.