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Entwerfen, Verantwortung und die Rolle von KI im Entscheidungsprozess

Großes Panel (AMD Düsseldorf)

Originalsprache: Deutsch. Die englische Fassung wurde mithilfe von KI übersetzt.

Entwerfen, Verantwortung und die Rolle von KI im Entscheidungsprozess

Großes Panel
Symposium
17. Juni 2026 · 17:50 Uhr

Symposium „Entwerfen. KI und andere kulturelle Protagonisten.“ · AMD Düsseldorf.

Was vom Tag in die Diskussion führte

Hat das Symposium den Blick auf KI verändert? Mit dieser Frage eröffnete das Große Panel um 17:50 Uhr den gemeinsamen Rückblick. Die Erfahrungen aus Architektur, Softwareentwicklung, Musik und Lehre führten zu unterschiedlichen Einschätzungen. Dabei ging es weniger um ein allgemeines Bekenntnis für oder gegen KI als um die Bedingungen ihres Einsatzes: Welche Arbeit wird erleichtert, welche Qualität gerät unter Druck, und wie können sich Gestalter auf einen Wandel vorbereiten, dessen Geschwindigkeit sie nur begrenzt bestimmen?

Chancen und Beschleunigung

Ein ermutigender Beitrag richtete den Blick auf die jüngere Generation und die Möglichkeiten, die ihr neue Werkzeuge eröffnen. Dem stand die Sorge gegenüber, dass Tätigkeiten und Erwerbsmöglichkeiten tatsächlich entfallen können; die im Musikvortrag beschriebenen Veränderungen bildeten dafür einen konkreten Bezugspunkt. Auch das Versprechen zusätzlicher Entwurfszeit wurde hinterfragt. Schon der Computer sollte Arbeitsabläufe erleichtern, zugleich haben sich Erreichbarkeit und Arbeitstempo erhöht. Aus einer technischen Zeitersparnis entsteht deshalb nicht automatisch mehr Freiraum. Ob gewonnene Zeit dem Entwurf zugutekommt, bleibt auch eine Frage der Organisation und der Erwartungen an die Arbeit.

Was heißt es, mit KI zu arbeiten?

Eine Wortmeldung machte die Unschärfe des Begriffs deutlich: Wer von KI spricht, meint je nach Fachgebiet sehr unterschiedliche Anwendungen und Erfahrungen. Die alltägliche Nutzung eines Sprachmodells bedeutet noch nicht, sein Potenzial für den eigenen Beruf erschlossen zu haben. Der Wunsch, mitzuhalten, verband sich deshalb mit einer konkreten Bildungsfrage: Wie vermittelt man jungen Menschen sowohl bewährte Grundlagen als auch neue Arbeitsweisen? Die Frage „Wie bleiben wir dabei?“ bezeichnete dabei mehr als die Suche nach dem nächsten Werkzeug. Sie zielte auf berufliche Handlungsfähigkeit und auf die Aufgabe der Hochschulen, Orientierung in einem sich verändernden Arbeitsfeld zu geben.

Wandel gestalten und Behauptungen prüfen

Aus der Perspektive der Softwareentwicklung wurde der rasche technische Wandel als eine Erfahrung beschrieben, die nun viele weitere Berufe erreicht. Lernfähigkeit und Anpassung wurden als wichtige Voraussetzungen genannt, um daran mitzuwirken. Zugleich verlagerte sich die Diskussion von der individuellen Werkzeugnutzung auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Regulierung und demokratische Institutionen erschienen in einem Beitrag als Möglichkeiten, die Veränderung mitzugestalten und Betroffene zu schützen. Den Hochschulen wurde eine weitere Aufgabe zugeschrieben: reißerische Zukunftserzählungen zu prüfen und verständlich zu unterscheiden, was Verfahren tatsächlich leisten und was ihnen nur zugeschrieben wird. Der geforderte Optimismus war damit eine Haltung zur aktiven Auseinandersetzung; er beseitigte die angesprochenen Konflikte nicht.

Ein überzeugendes Bild ist noch kein fertiger Entwurf

Eine Wortmeldung aus der selbstständigen Architekturpraxis rückte die Beziehung zum Bauherrn in den Mittelpunkt. Fachintern sei meist schneller verständlich, „dass ein KI-generiertes Bild kein fertiger Entwurf ist“. Für Auftraggeber sei diese Unterscheidung keineswegs selbstverständlich. Wenn eine scheinbar fertige Lösung bereits als Bild auf dem Bildschirm vorliegt, müssen Architekten den Wert des Entwurfsprozesses neu erklären und vertreten. Die Sorge richtete sich somit nicht allein auf die Fähigkeiten der Werkzeuge, sondern auch auf eine Erwartung schneller Lösungen, die dem sorgfältigen Entwickeln eines Projekts den Raum nehmen kann. Gestalterische Qualität wurde hier zur Kommunikationsaufgabe gegenüber dem Bauherrn.

Verantwortung reicht über den Bildschirm hinaus

Mit den Umweltauswirkungen kam ein Gesichtspunkt zur Sprache, der gegenüber der Faszination für neue Möglichkeiten leicht in den Hintergrund tritt. Auch eine beiläufig erzeugte Darstellung benötigt technische Infrastruktur und Rechenleistung. Der Beitrag forderte dazu auf, diese Folgen bei der Nutzung mitzudenken. Eine weitere Wortmeldung beschrieb Gestaltung als Arbeit an einer Lebensbühne: Räume und Situationen sollten dem lebendigen Wandel gerecht werden, statt Bekanntes immer wieder zu reproduzieren. KI erschien dabei als mögliche Hilfe, festgefahrene Muster zu verlassen. Ob sie dazu beiträgt, blieb eine Frage des gestalterischen Einsatzes.

Eine offene Aufgabe für Praxis und Lehre

Zum Ende verdichtete sich das Gespräch zu der Frage, wie mit einer bereits verfügbaren und genutzten Technologie verantwortlich umzugehen ist. Die Schlussreflexion verband die Pflicht, neue Perspektiven zuzulassen, mit der Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen. Eigene Vorbehalte standen einer praktischen Erkundung möglicher Anwendungen nicht entgegen. Das Panel mündete damit in einen Arbeitsauftrag: Verfahren erproben, ihre Folgen untersuchen und die eigene Rolle als Architekt oder Gestalter weiterentwickeln. Eine gemeinsame Bewertung aller Chancen und Risiken wurde daraus nicht. Die Auseinandersetzung in Praxis, Forschung und Lehre blieb als weiterführende Aufgabe bestehen.

Ausgewählte Wortmeldungen aus dem Großen Panel „Entwerfen, Verantwortung und die Rolle von KI im Entscheidungsprozess“ um 17:50 Uhr.

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