Gewinner
German Design Award Special 2016
Anlässlich des German Design Award 2016 wurde Felix Schwake am 12. Februar 2016 in Frankfurt am Main mit dem German Design Award Special für das Schreibtischkonzept „S-2“ ausgezeichnet.
Die Arbeit folgt einer konsequent reduzierten architektonischen Haltung. Im Mittelpunkt steht nicht die formale Inszenierung des Objekts, sondern die Frage, wie Gestaltung Konzentration, Ruhe und Klarheit im Alltag unterstützen kann.
Der Entwurf versteht den Schreibtisch bewusst als räumlichen Hintergrund. Funktionen, technische Anforderungen und alltägliche Arbeitsmittel werden vollständig in die klare geometrische Ordnung integriert. Dadurch bleibt die visuelle Ruhe des Objekts auch während seiner Nutzung erhalten.
Die Jury würdigte insbesondere diese Verbindung aus minimalistischer Gestaltung und funktionaler Konsequenz. Der Schreibtisch erzeugt keine zusätzliche visuelle Unruhe, sondern unterstützt eine konzentrierte räumliche Atmosphäre. Gestaltung wird dabei nicht als dekorative Oberfläche verstanden, sondern als bewusste Ordnung von Nutzung, Material und Wahrnehmung.
Die Arbeit folgt damit einer grundsätzlichen Haltung, die Architektur und funktionale Kunst als langfristige Verantwortung begreift. Räume und Objekte beeinflussen Wahrnehmung, Konzentration und Verhalten dauerhaft. Gerade deshalb entsteht Qualität häufig nicht durch zusätzliche Gestaltungselemente, sondern durch bewusste Reduktion.
Materialität, Proportion und handwerkliche Präzision dienen dabei nicht der Selbstdarstellung des Objekts, sondern der Entwicklung einer ruhigen und klaren räumlichen Ordnung. Architektur wird als Hintergrund für das Leben verstanden — nicht als permanente visuelle Behauptung.
Die Auszeichnung verdeutlicht damit weniger eine Suche nach Aufmerksamkeit als vielmehr eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Fragen nach Dauerhaftigkeit, Nutzung und räumlicher Atmosphäre.
Die Arbeiten von Felix Schwake bewegen sich bewusst zwischen Architektur, Interior Design und funktionaler Kunst. Gestaltung wird nicht als kurzfristige visuelle Erscheinung verstanden, sondern als langfristige räumliche Erfahrung im Alltag.