Konferenztisch

sehr dunkles Makassar Ebenholz und helles Zebrano Holz

Der Konferenztisch und die dazugehörige Empfangstheke entstanden als maßgeschneiderte Arbeiten für eine Rechtsanwaltskanzlei aus der bewussten Verbindung von Materialität, Funktion und räumlicher Atmosphäre.

Das Materialkonzept kombiniert dunkles Makassar-Ebenholz mit hellem Zebrano-Holz. Beide Hölzer besitzen eine besondere räumliche Tiefe und werden aufgrund ihrer Struktur und Materialqualität traditionell auch im Instrumentenbau verwendet. Licht, Oberfläche und Maserung verändern ihre Wirkung je nach Perspektive und Tageszeit.

Das nahezu schwarze Makassar-Ebenholz erzeugt zunächst eine zurückhaltende und ruhige Erscheinung. Erst bei direkter Lichteinwirkung werden Tiefe, Farbigkeit und Struktur des Materials sichtbar. Die Gestaltung folgt damit bewusst keiner lauten Materialinszenierung, sondern einer ruhigen architektonischen Präsenz.

Dem gegenüber steht das helle Zebrano-Holz im Inneren des Kabelkanals. Es wird erst durch Nutzung sichtbar und erzeugt einen warmen materiellen Kontrast zum dunklen Außenkörper des Tisches. Die Öffnung des Kabelkanals erinnert dadurch eher an die Materialwirkung eines präzise gearbeiteten Objekts oder Instrumentes als an klassische technische Integration.

Die Funktionen des Konferenztisches wurden vollständig in die klare geometrische Ordnung integriert. Technik, Kabelmanagement und Nutzungsmöglichkeiten bleiben zurückhaltend organisiert, sodass räumliche Ruhe und Konzentration erhalten bleiben können.

Ergänzend dazu entstand eine maßgeschneiderte Empfangstheke als Kombination aus Arbeitsbereich, Stauraum und architektonischem Raumabschluss. Die Theke strukturiert den Übergang zwischen öffentlichem Empfangsbereich und internen Arbeitsabläufen, ohne die Offenheit der Räume zu beeinträchtigen.

Auch hier folgt die Gestaltung derselben architektonischen Haltung: Funktionen bleiben weitgehend unsichtbar integriert, während Materialität, Proportion und räumliche Klarheit die Wahrnehmung bestimmen. Umfangreiche Akten- und Arbeitsbereiche werden vollständig in die Konstruktion eingebunden und bleiben dennoch unmittelbar nutzbar.

Die Arbeiten bewegen sich bewusst zwischen Architektur, Interior Design und funktionaler Kunst. Gestaltung wird dabei nicht als dekorative Oberfläche verstanden, sondern als bewusste Entwicklung langfristiger räumlicher Qualität und Atmosphäre.

Weitere Einblicke in Materialien, Maßanfertigungen und individuelle Projektentwicklungen erfolgen im persönlichen Austausch.