Baubeginn
Bauhaus Museum Store, Weimar
Nach Abschluss der Planungsphase begann die Umsetzung des von Felix Schwake entwickelten Entwurfs für den Museum Store des Bauhaus-Museum Weimar.
Grundlage des Projekts war ein Raumprogramm, das gemeinsam mit Alexander von Keyserlingk entwickelt wurde. Als Geschäftsführer des Museum Stores der Klassik Stiftung Weimar sowie als Autor und Experte für urbane Einzelhandelskonzepte beschäftigte er sich insbesondere mit Fragen flexibler und langfristig nutzbarer Verkaufs- und Ausstellungsstrukturen.
Der architektonische Entwurf übersetzte diese Anforderungen in ein modulares räumliches System. Im Mittelpunkt stand dabei die Idee beweglicher Präsentationselemente, die vollständig mobil organisiert wurden. Sämtliche Module konnten flexibel neu zusammengestellt werden, um wechselnde räumliche Situationen und unterschiedliche Formen der Produktpräsentation zu ermöglichen.
Die Gestaltung verstand sich dabei nicht als dekorierte Verkaufsarchitektur. Vielmehr ging es um die Entwicklung einer ruhigen räumlichen Ordnung, die Veränderbarkeit zulässt, ohne ihre atmosphärische Klarheit zu verlieren. Architektur sollte nicht durch permanente visuelle Reize wirken, sondern durch Struktur, Materialität und Proportion.
Die mobilen Elemente ermöglichten eine kontinuierliche räumliche Veränderung des Museum Stores, ohne dass einzelne Warenpräsentationen aufwendig neu inszeniert werden mussten. Dadurch entstand ein System, das Flexibilität mit räumlicher Ruhe verbindet.
Das Projekt knüpft damit an zentrale Fragestellungen an, die bereits das historische Bauhaus beschäftigten: Wie können Funktion, Konstruktion und Nutzung unmittelbar Teil der Gestaltung werden? Und wie lassen sich Räume entwickeln, die langfristig nutzbar bleiben, ohne ihre gestalterische Klarheit zu verlieren?
Die Umsetzung des Projekts verdeutlicht zugleich eine Haltung gegenüber Architektur und Interior Design, die Gestaltung nicht als statisches Bild versteht, sondern als räumliche Struktur, die auf Nutzung, Veränderung und menschliche Wahrnehmung reagieren kann.