Gewinner
German Design Award 2016

Der FELIX SCHWAKE Schreibtisch wurde 2016 durch den Rat für Formgebung für den German Design Award ausgezeichnet. Die Arbeit steht exemplarisch für eine gestalterische Haltung, die Funktion, Materialität und räumliche Ruhe als zusammenhängende architektonische Aufgabe versteht.

Die Gestaltung folgt einer konsequent reduzierten Formensprache. Sichtbare technische Elemente werden bewusst vermieden, sodass der Schreibtisch auch während seiner Nutzung seine klare räumliche Ordnung bewahrt.

Ein zentrales Element des Entwurfs ist die ausziehbare Arbeitsfläche. Unter ihr befinden sich Stauraum sowie integrierte Multimedia- und Anschlussmöglichkeiten. Funktionen werden dadurch vollständig in die Konstruktion eingebunden und bleiben dennoch unmittelbar erreichbar.

Die Arbeit verfolgt dabei nicht das Ziel technischer Inszenierung. Vielmehr geht es um die bewusste Reduktion visueller Unruhe im Arbeitsumfeld. Architektur und Möbel werden als Hintergrund für konzentriertes Arbeiten verstanden — nicht als permanente visuelle Behauptung.

Die klare äußere Geometrie steht deshalb in bewusstem Verhältnis zu den komplexen Funktionen im Inneren des Objekts. Technik, Kabelmanagement und Arbeitsmittel treten räumlich zurück, ohne ihre Nutzbarkeit einzuschränken. Gerade diese vollständige Integration bildet die Grundlage der ruhigen räumlichen Wirkung.

Materialität, Präzision und handwerkliche Verarbeitung besitzen dabei zentrale Bedeutung. Licht, Oberfläche und Proportion beeinflussen die Wahrnehmung des Objekts ebenso wie seine Funktion. Der Schreibtisch wird nicht als isoliertes Einzelstück verstanden, sondern als Teil einer größeren architektonischen Atmosphäre.

Die Auszeichnung durch den German Design Award würdigt damit insbesondere die Verbindung aus reduzierter Gestaltung, funktionaler Konsequenz und langfristiger räumlicher Qualität.

Die Arbeiten von Felix Schwake bewegen sich bewusst zwischen Architektur, Interior Design und funktionaler Kunst. Gestaltung wird nicht als kurzfristige visuelle Erscheinung verstanden, sondern als dauerhafte räumliche Erfahrung im Alltag.

Zum Schreibtisch