
Gewinner
Interior Innovation Award 2011
Mit dem Gewinn des Interior Innovation Award 2011 wurde Felix Schwake bereits früh für einen Gestaltungsansatz ausgezeichnet, der Funktion, Ordnung und räumliche Ruhe neu miteinander verband. Vergeben wurde der Preis vom Rat für Formgebung im Rahmen der IMM Cologne — einer der international bedeutendsten Plattformen für Möbel- und Interior Design.
Ausgezeichnet wurde der Multimediatisch SUMMARUm, ein Entwurf, der sich mit einer grundlegenden Frage des modernen Arbeitens auseinandersetzt: Wie kann ein Arbeitsplatz Ordnung ermöglichen, ohne den Nutzer durch starre Organisation einzuengen?
Felix Schwake entwickelte hierfür kein klassisches Ordnungssystem, sondern eine räumliche Struktur, die bewusst mit den realen Abläufen des Arbeitsalltags arbeitet. Der Tisch integriert technische Infrastruktur, Stauraum und Arbeitsmaterialien vollständig in seine Geometrie, ohne dabei den Eindruck technischer Überladung entstehen zu lassen.
Charakteristisch für das Konzept sind ausfahrbare Funktionswagen und integrierte Organisationsbereiche. Arbeitsmaterialien, Kabel und technische Geräte verschwinden nicht vollständig aus dem Alltag, sondern erhalten definierte Orte innerhalb des Möbels. Dadurch entsteht kein Zwang zur permanenten Ordnung, sondern eine kontrollierte Form von Offenheit und Flexibilität.
Besonders prägend für die Jury war die Idee, dass Ordnung nicht durch Verzicht entsteht, sondern durch intelligente räumliche Organisation. Ein Beispiel hierfür ist das integrierte Stiftfach, das bewusst als informeller Arbeitsbereich gedacht wurde — ein Ort, an dem Materialien schnell zugänglich bleiben dürfen, ohne den gesamten Arbeitsplatz visuell zu überladen.
Sobald Ruhe und Klarheit im Raum wiederhergestellt werden sollen, lassen sich die ausgefahrenen Funktionselemente vollständig in die Konstruktion zurückführen. Die reduzierte geometrische Erscheinung des Objekts bleibt dadurch dauerhaft erhalten.
Der Entwurf zeigt bereits früh eine zentrale Haltung der Arbeiten von Felix Schwake: Funktion soll nicht sichtbar dominieren, sondern vollständig in eine ruhige architektonische Ordnung integriert werden. Technik, Nutzung und Organisation werden nicht versteckt, sondern präzise gestaltet.
Mit dem Interior Innovation Award 2011 wurde damit nicht allein ein Möbelstück ausgezeichnet, sondern ein neuer Ansatz zum Verhältnis von Ordnung, Technik und räumlicher Atmosphäre im Arbeitsumfeld.