SCHRANK III-II-I
Sideboard mit internen Schubladen
Das Sideboard „SCHRANK III-II-I“ entstand als maßgeschneiderte Sonderanfertigung aus der Auseinandersetzung mit Materialität, räumlicher Ruhe und der vollständigen Integration von Funktion in eine klare geometrische Ordnung.
Die Arbeit kombiniert hochglänzende Klavierlackoberflächen mit schwarzem Naturstein. Dabei geht es nicht um dekorativen Kontrast, sondern um die bewusste Spannung zwischen Reflexion und Materialtiefe, zwischen glatter Oberfläche und natürlicher Struktur. Licht, Spiegelung und Stein treten in einen ruhigen materiellen Dialog.
Die Gestaltung folgt einer reduzierten architektonischen Haltung. Sichtbare Griffe oder technische Elemente werden bewusst vermieden. Türen und Schubladen öffnen sich über integrierte Mechanismen durch leichte Berührung. Funktionen treten dadurch visuell zurück und bleiben dennoch unmittelbar nutzbar.
Das Möbel versteht sich nicht als isoliertes Objekt, sondern als Teil einer räumlichen Atmosphäre. Die klare Geometrie schafft Ruhe und Konzentration im Raum, während Materialität und Präzision der Verarbeitung die Wahrnehmung des Objekts bestimmen.
Die Integration breiter innenliegender Schubladen folgt dabei derselben Haltung wie die äußere Gestaltung: Ordnung entsteht nicht durch zusätzliche Gestaltungselemente, sondern durch die bewusste Organisation von Nutzung und Funktion innerhalb der Form selbst.
Die Arbeit bewegt sich damit bewusst zwischen Architektur, Interior Design und funktionaler Kunst. Material, Funktion und räumliche Wirkung werden nicht getrennt voneinander gedacht, sondern als gemeinsame architektonische Aufgabe verstanden.
Das Sideboard dokumentiert zugleich eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Fragen nach Dauerhaftigkeit, Materialbewusstsein und räumlicher Klarheit. Architektur und Gestaltung werden dabei nicht als kurzfristige visuelle Erscheinung verstanden, sondern als langfristige räumliche Erfahrung im Alltag.