Entwerfen heißt Entscheiden

Künstliche Intelligenz, Urteilskraft und Verantwortung im architektonischen Entwurfs-Prozess

Am 17. Juni 2026 fand an der AMD Düsseldorf, Hochschule Fresenius, das Symposium „Entwerfen. KI und andere kulturelle Protagonisten“ statt. Die Veranstaltung wurde von der Architektenkammer NRW als Fortbildungsveranstaltung anerkannt und mit 9 Fortbildungspunkten bewertet. Eröffnet wurde der Tag unter anderem mit einem Grußwort von Katja Domschky, Präsidentin der Architektenkammer NRW.

Initiiert wurde das Symposium von Prof. Felix Schwake, Professor für Entwurfsmethodik und Studiendekan Interior Design und Product Design an der AMD Düsseldorf. Ziel war keine Präsentation neuer KI-Werkzeuge und keine bloße Bestandsaufnahme technologischer Möglichkeiten. Im Zentrum stand eine grundlegendere Frage: Was verändert Künstliche Intelligenz am Entwerfen selbst?

Diese Frage betrifft Architektur, Interior Design und Product Design unmittelbar. Wenn Bilder, Texte, Varianten, Atmosphären und Entwurfsvorschläge in hoher Geschwindigkeit erzeugt werden können, verändert sich nicht nur ein einzelner Arbeitsschritt. Es verschieben sich die Bedingungen, unter denen entworfen, gelehrt, beurteilt und entschieden wird. Genau an dieser Stelle setzte das Symposium an.

 

Der Titel „Entwerfen. KI und andere kulturelle Protagonisten“ war bewusst gewählt. Künstliche Intelligenz wurde nicht als rein technisches Hilfsmittel verstanden, aber auch nicht als autonomes entwerfendes Subjekt. Sie wurde als ein kultureller, technischer und gestalterischer Akteur betrachtet: als etwas, das Wahrnehmung ordnet, Prozesse beschleunigt, Bilder hervorbringt, Entscheidungen vorbereitet und Erwartungen verändert.

Damit stand nicht die Frage im Vordergrund, ob KI eingesetzt werden darf. Ebenso wenig ging es um eine pauschale Bewertung im Sinne von Zustimmung oder Ablehnung. Entscheidend war die Frage, welche Rolle KI innerhalb von Entwurfsprozessen einnimmt und wie sich dadurch Begriffe wie Autorschaft, Urteilskraft, Verantwortung, Wahrnehmung und Lehre verändern.

Die zentrale These des Tages lautete: KI kann Möglichkeiten erzeugen. Sie kann Varianten berechnen, Bilder produzieren, Texte formulieren und Prozesse beschleunigen. Sie übernimmt jedoch weder Urteilskraft noch Verantwortung.

Architektur entsteht nicht durch Bildproduktion allein. Sie wird gebaut, genutzt, wahrgenommen, verändert Orte und bleibt in der Welt. Deshalb kann die Verantwortung für architektonische Entscheidungen nicht an ein generatives System delegiert werden.

 

Den theoretischen Teil eröffnete Prof. Dr. Susanne Hauser von der Universität der Künste Berlin mit der Frage nach agency im architektonischen Entwurfsprozess. Diese Perspektive war für den weiteren Verlauf des Symposiums grundlegend. Wenn digitale Medien und KI-Systeme nicht mehr nur passive Werkzeuge sind, sondern aktiv Vorschläge, Ordnungen, Bilder und Varianten hervorbringen, verschiebt sich die Frage, wer im Entwurf handelt.

Wer initiiert einen Entwurf? Wer strukturiert die Möglichkeiten? Wer wählt aus? Wer entscheidet? Und wer trägt Verantwortung?

Die Stärke dieser Fragestellung liegt darin, dass sie einfache Antworten vermeidet. KI kann nicht mehr nur als neutrales Werkzeug beschrieben werden, wenn sie Entwurfsprozesse strukturell mitprägt. Zugleich kann ihr keine menschliche Verantwortung zugeschrieben werden. In dieser Zwischenlage wird die Rolle des Entwerfenden neu bestimmungsbedürftig. Der Architekt, Designer oder Lehrende steht nicht außerhalb technischer Prozesse, wird aber auch nicht durch sie entlastet. Vielmehr muss er genauer entscheiden, welche Rolle die erzeugten Möglichkeiten innerhalb des Entwurfsprozesses spielen.

Damit wurde zu Beginn des Symposiums ein begrifflicher Rahmen gesetzt, der für viele spätere Beiträge anschlussfähig blieb. Die Frage nach agency verband sich im Verlauf des Tages mit Fragen nach Lehre, Kollaboration, Forschung und Verantwortung.

 

Prof. Dr. Vera Bühlmann von der TU Wien erweiterte die Diskussion um Fragen von Autorschaft, Weltbezug, Orientierung und Wissensordnung. Ihr Beitrag führte die Debatte über eine rein instrumentelle Betrachtung von KI hinaus. Es ging nicht nur darum, was technische Systeme ausführen, sondern darum, wie sie Lesbarkeit, Aufmerksamkeit, Orientierung und Entscheidungsvorbereitung mitprägen.

Diese Perspektive ist für Architektur besonders relevant. Architektur organisiert nicht nur Nutzung. Sie strukturiert Wahrnehmung, Bewegung, Nähe, Distanz, Übergänge, Öffentlichkeit und Privatheit. Sie stellt Zusammenhänge her und macht Welt erfahrbar. Wenn technische Systeme zunehmend an der Ordnung von Wahrnehmung und Information beteiligt sind, betrifft das nicht nur den Entwurfsprozess, sondern auch das Verhältnis von Gestaltung und Welt.

Entwerfen erscheint in dieser Perspektive nicht als bloße Erzeugung von Form, sondern als Arbeit an Bedingungen von Erfahrung, Verstehen und Bewohnbarkeit. Gerade in einer technologischen Gegenwart, in der Komplexität entweder geglättet oder unüberschaubar wird, bleibt Architektur eine Disziplin, die Orientierung ermöglichen muss, ohne Tiefe zu verlieren.

 

Prof. Dr. Martin Gessmann von der Hochschule für Gestaltung Offenbach verband die KI-Debatte mit dem Bauhaus und dem modernen Entwerfen. Damit wurde ein wichtiger historischer Horizont eröffnet. Die aktuelle Verunsicherung durch KI ist nicht vollkommen neu. Schon das moderne Entwerfen stand vor der Frage, wie Technik, Material, Industrie, Gestaltung und Verantwortung zusammengeführt werden können.

Das Bauhaus war nicht nur eine Schule neuer Formen. Es war auch ein Ort, an dem das Verhältnis von Gestaltung und technischer Moderne neu bestimmt wurde. Die Frage lautete damals wie heute: Wie kann Technik Gestaltung erweitern, ohne Urteil, Qualität und Verantwortung an Technik abzugeben?

KI verschärft diese Frage. Sie erzeugt sie aber nicht aus dem Nichts. Darin lag ein wichtiger Erkenntnisgewinn des Symposiums: Künstliche Intelligenz ist nicht nur ein Zukunftsthema. Sie zwingt dazu, die Geschichte des Entwerfens neu zu lesen. Viele Fragen, die heute im Zusammenhang mit KI auftreten, berühren ältere Grundfragen modernen Gestaltens: die Verbindung von Konzept und Ausführung, von Technik und Material, von Freiheit und Methode, von Prozess und Verantwortung.

 

Nach dem theoretischen Vormittag führte Bertram List mit der Werkschau „Designification & AI“ die Diskussion in die konkrete Entwurfslehre. Arbeiten aus dem vierten Semester zeigten, wie KI nicht nur als Mittel zur schnellen Bildproduktion eingesetzt werden kann, sondern als Gegenstand kritischer Auseinandersetzung.

Die zentrale Frage verschob sich damit auf die Ebene der Ausbildung: Wie lernen Studenten, mit generativen Systemen zu arbeiten, ohne sich von deren Ergebnissen bestimmen zu lassen? Welche Zukunftsbilder erzeugen KI-Systeme? Welche kulturellen Muster reproduzieren sie? Wo entstehen Klischees? Wo entstehen produktive Irritationen? Und wie können generierte Bilder Ausgangspunkt einer reflektierten Entwurfsarbeit werden?

Gerade im Studium wird sichtbar, dass KI nicht nur technische Bedienkompetenz verlangt. Entscheidend ist, ob Studenten lernen, Bilder zu lesen, Ergebnisse zu befragen, Annahmen zu erkennen und gestalterische Entscheidungen zu begründen. KI kann in diesem Zusammenhang ein Beschleuniger sein. Sie kann aber auch ein Prüfstein dafür werden, ob bereits Kriterien, Haltung und Urteilskraft vorhanden sind.

 

Der studentische Beitrag von Sara Mohammed, Soumaya Hmissi und Tim Dreckstraeter setzte an dieser Stelle an. Unter dem Titel „Geschwindigkeit versus Haltung“ stellten sie dem Publikum die Frage: „Finden Sie, dass ein guter Entwurf Zeit braucht?“

Diese Frage traf einen zentralen Punkt der Veranstaltung. KI kann Entwurfsprozesse beschleunigen. Sie kann innerhalb weniger Sekunden Ergebnisse erzeugen, die zunächst plausibel, atmosphärisch oder sogar überzeugend wirken. Damit verschwindet jedoch nicht die Notwendigkeit des Entwerfens. Sie verschiebt sich.

Zeit liegt dann nicht mehr nur im technischen Hervorbringen eines Bildes. Sie liegt im Aufbau von Kriterien, im kritischen Sehen, im Nachdenken über Wirkung, im Verwerfen, im Präzisieren und im Begründen. Geschwindigkeit ersetzt keine Haltung. Sie macht das Fehlen von Haltung schneller sichtbar.

Gerade darin lag die Bedeutung des studentischen Beitrags. Die Diskussion über KI wurde nicht nur auf professoraler oder theoretischer Ebene geführt, sondern in die konkrete Erfahrung des Studiums zurückgebunden. Was bedeutet es für Studenten, wenn generative Systeme sehr schnell Ergebnisse liefern? Wie entsteht unter diesen Bedingungen eine eigene Position? Und wie kann Lehre verhindern, dass Geschwindigkeit mit Qualität verwechselt wird?

 

Dr. Kim Lauenroth von der FH Dortmund entwickelte diese Frage im Vortrag „Vom Werkzeug zum Partner. Eine Entwurfslehre für das Digitale im KI-Zeitalter“ weiter. KI wurde hier nicht nur als Ersatz einzelner Arbeitsschritte beschrieben, sondern als möglicher Partner im Entwurfsprozess.

Diese Verschiebung ist anspruchsvoll. Ein Partner ist nicht einfach ein Instrument. Zugleich ist KI kein verantwortliches Subjekt. Daraus entsteht eine neue didaktische Aufgabe: Es muss geklärt werden, was delegiert werden kann, was geprüft werden muss, welche Kriterien gelten und wo menschliches Urteil unverzichtbar bleibt.

Für die Entwurfslehre bedeutet das: Sie kann sich nicht darauf beschränken, neue Werkzeuge in bestehende Abläufe einzubauen. Sie muss stärker vermitteln, wie man mit generierten Ergebnissen denkt, wie man sie kritisiert, wie man sie weiterführt und wo man ihnen widerspricht. KI kann den Entwurfsprozess erweitern. Sie entbindet jedoch nicht von der Verantwortung für das Ergebnis.

 

Prof. Jan R. Krause von der Hochschule Bochum führte diese Linie mit dem Begriff der kollaborativen Intelligenz weiter. KI erscheint dann nicht als isoliertes Programm, sondern als Teil von Arbeitsprozessen, Kommunikationsformen und Organisationsstrukturen.

Zusammenarbeit mit KI verlangt Führung. Sie verlangt Auswahl, Einarbeitung, Kontrolle und Korrektur. Wenn KI wie ein neuer Mitarbeiter in Prozesse eintritt, muss sie nicht nur eingesetzt, sondern beurteilt werden. Sie muss zur Aufgabe, zur Arbeitsweise und zur Kultur eines Teams passen. Damit wird KI zu einer Frage der Organisation und der Kommunikation.

Diese Perspektive ist für die architektonische Praxis relevant. In Büros, Hochschulen und Entwurfsprozessen wird KI nicht nur einzelne Aufgaben übernehmen. Sie wird Arbeitsweisen verändern. Sie wird Abläufe beschleunigen, Kommunikation beeinflussen und neue Erwartungen an Ergebnisse erzeugen. Gerade deshalb braucht es klare Kriterien. Nicht die Maschine entscheidet, ob ein Ergebnis gut ist. Entscheidend bleibt, ob Menschen Kriterien entwickeln, anwenden und verantworten.

 

In seinem eigenen Beitrag „Urteilskraft, leibliche Erfahrung und Verantwortung“ formulierte Prof. Felix Schwake die architektonische Grundfrage des Symposiums. KI verändert die Werkzeuge des Entwerfens, nicht aber dessen Grundproblem. Entwerfen bleibt ein Prozess begründbarer Entscheidung.

Architektur ist kein Bild allein. Sie wird gebaut, genutzt, wahrgenommen, verändert Orte und bleibt in der Welt. Daraus folgt, dass architektonische Verantwortung nicht an ein generatives System delegiert werden kann. KI kann Optionen erzeugen, Varianten berechnen und Bilder produzieren. Sie übernimmt jedoch weder Urteilskraft noch Verantwortung.

Diese Frage führt zur leiblichen Erfahrung von Raum. KI kann Atmosphären darstellen, aber sie erfährt keinen Raum. Sie kann räumliche Wirkungen simulieren, aber sie kennt keine körperliche Orientierung, keine Materialwahrnehmung, keine Nutzungserfahrung und keinen sozialen Kontext aus eigener Erfahrung.

Für architektonisches Entwerfen bleibt deshalb entscheidend, wie Wahrnehmung in Urteil und Urteil in verantwortbare Entscheidung überführt wird. Der Entwerfende muss nicht nur sehen, was ein Bild zeigt. Er muss beurteilen, was ein Raum bedeutet, wie er genutzt wird, welche Wirkung er erzeugt, welche Verantwortung er trägt und ob die Entscheidung begründbar ist.

 

Mit Prof. Oliver Schneller von der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf wurde die Debatte über das Visuelle hinaus erweitert. Aus der Perspektive von Komposition, Klang, Wahrnehmung und Zeit wurde deutlich, dass KI nicht nur Bildproduktion betrifft. Sie verändert mediale Erfahrungsformen insgesamt.

Für Architektur und Raumgestaltung ist diese Erweiterung wesentlich. Räume werden nicht nur gesehen. Sie werden gehört, durchquert, erinnert, körperlich erfahren und zeitlich erlebt. Eine KI-Debatte, die sich allein auf Bilder konzentriert, verfehlt daher einen wesentlichen Teil räumlicher Erfahrung.

Die Perspektive aus der Musik und Komposition machte deutlich, dass Entwerfen auch mit Rhythmus, Dauer, Wiederholung, Erwartung, Atmosphäre und Wahrnehmungsstruktur zu tun hat. Damit wurde ein wichtiger Gegenpol zu einer bildlastigen KI-Diskussion gesetzt. Wenn es um Architektur geht, reicht die Frage nach der visuellen Wirkung nicht aus. Es muss ebenso um Erfahrung gehen.

 

Den letzten Referentenbeitrag hielt Prof. Dr. Urs Hirschberg von der TU Graz. Sein Beitrag zu KI und Architekturforschung zeigte, dass Architektur nicht nur Anwenderin digitaler Werkzeuge sein muss. Sie kann eigene Fragestellungen, Methoden und Forschungsansätze in die KI-Debatte einbringen.

An der Schnittstelle von digitalen Medien, Fabrikation, räumlichem Denken und architektonischer Forschung entsteht ein Feld, in dem KI nicht nur Hilfsmittel ist, sondern Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung. Architektur kann KI aus ihren eigenen Fragen heraus befragen: Was bedeutet KI für Raum? Für Material? Für Wahrnehmung? Für Entwurfslehre? Für Verantwortung? Für Forschung? Für die kulturelle Rolle von Architektur?

Damit wurde deutlich, dass die Architektur die KI-Debatte nicht nur übernehmen sollte. Sie muss sie mit eigenen Kriterien und Fragestellungen mitprägen.

 

Das Symposium formulierte keine einfache Antwort. Gerade darin lag seine Stärke. KI wurde weder pauschal abgewehrt noch unkritisch begrüßt. Vielmehr entstand ein Spannungsfeld aus Theorie, Lehre, Forschung, Praxis und studentischer Erfahrung.

Die Beiträge zeigten unterschiedliche Perspektiven, die sich nicht auf eine gemeinsame Formel reduzieren lassen. Aus Architekturtheorie, Philosophie, Bauhaus-Diskurs, Entwurfslehre, Design, Kommunikation, Klang, Forschung und studentischer Praxis entstand ein gemeinsamer Fragehorizont: Wie verändert KI das Entwerfen, ohne dessen Verantwortung zu übernehmen?

Der inhaltliche Fortschritt des Tages lag deshalb nicht in einer abschließenden Antwort, sondern in der Präzisierung der Fragen.

  • Was bedeutet agency im Entwurf, wenn KI Systeme Vorschläge erzeugen?
  • Wie bleibt Autorschaft beschreibbar, wenn technische Prozesse mitformen?
  • Wie wird Urteilskraft ausgebildet, wenn Ergebnisse schneller entstehen als ihre Begründung?
  • Wie verändert KI die Entwurfslehre?
  • Wie bleibt Raum mehr als Bild?
  • Wie lässt sich leibliche Erfahrung in einer zunehmend generierten Bildkultur behaupten?
  • Welche Rolle kann Architektur in der KI-Forschung selbst übernehmen?

 

Mehrere Erkenntnisse zogen sich durch den Tag:

Je schneller technische Systeme Ergebnisse erzeugen, desto wichtiger wird Urteilskraft.

  • Wo Bilder in Sekunden entstehen, muss ihre Begründung genauer werden.
  • Wo Varianten nahezu unbegrenzt verfügbar sind, wird Auswahl zur eigentlichen Entwurfsleistung.
  • Wo KI Vorschläge macht, bleibt Verantwortung beim Menschen.
  • Wo Entwurfsprozesse beschleunigt werden, muss Lehre präziser im Urteil werden.
  • Wo KI Atmosphären darstellen kann, bleibt die leibliche Erfahrung von Raum unverzichtbar.
  • Wo technische Systeme Möglichkeiten öffnen, braucht es Kriterien, um diese Möglichkeiten zu ordnen.

Für die Ausbildung bedeutet das: Entwurfslehre wird nicht nebensächlich, sondern zentraler. Sie muss stärker vermitteln, wie man Fragen stellt, Kriterien bildet, Ergebnisse prüft und Entscheidungen begründet. KI kann Werkzeug sein, Gegenüber, Beschleuniger oder Störmoment. Sie ersetzt jedoch nicht die Notwendigkeit, Entwerfen als kulturelle, räumliche und verantwortliche Praxis zu verstehen.

 

Die Frage, ob KI entwerfen kann, führt schnell in eine unproduktive Konkurrenz zwischen Mensch und Maschine. Sie ist zu einfach gestellt. Präziser wäre zu fragen: Wie können Menschen unter den Bedingungen von KI verantwortlich entwerfen?

Denn Entwerfen beginnt nicht mit dem Bild. Es beginnt mit einer Frage, einer Wahrnehmung, einem Problem, einer Absicht, einem Urteil. KI kann Möglichkeiten erzeugen. Sie kann Varianten zeigen. Sie kann Bilder beschleunigen. Sie kann Prozesse verändern. Aber sie entscheidet nicht verantwortlich.

Architektur verlangt mehr als Wirkung. Sie verlangt Begründung.

Entwerfen heißt deshalb im KI-Zeitalter nicht weniger, sondern genauer zu entscheiden.

 

Prof. Felix Schwake

Prof. Dr. Gessmann (HfG Offenbach), Prof. Dr. Susanne Hauser (UDK Berlin)

 

 

Prof. Dr. Hirschberg (TU Graz)

Soumaya Hmissi, Tim Dreckstraeter, Sara Mohammed (Studenten AMD Düsseldorf)

Soumaya Hmissi, Tim Dreckstraeter, Sara Mohammed (Studenten AMD Düsseldorf)

 

Prof. Oliver Schneller (RSH Düsseldorf)

 

Prof. Felix Schwake, Prof. Dr. Jan Krause (HS Bochum)

Prof. Felix Schwake, Prof. Dr. Jan Krause (HS Bochum)

Prof. Dr. Gessmann (HfG Offenbach)

Dr. Kim Lauenroth (FH Dortmund)

Dr. Kim Lauenroth (FH Dortmund)

Prof. Felix Schwake (AMD Düseldorf)

Prof. Felix Schwake (AMD Düseldorf)

 

Prof. Felix Schwake (AMD Düseldorf), Prof. Jan R Krause (HS Bochum), Bertram List (NDU St. Pölten/ AMD Düsseldorf)

 

Prof. Jan R Krause (HS Bochum)

 

Referent Prof. Jan R Krause (HS Bochum), Organisatoren: Soumaya Hmissi, Liliana Schmidt, Alex-San Dursun, Sara Mohammed, Tim Dreckstraeter, Prof. Felix Schwake (AMD Düsseldorf) Lars Terlinden (KomKuk, Landeshauptstadt Düsseldorf)

Referent Prof. Dr. Hirschberg (TU Graz), Tim Dreckstraeter, Prof. Dr. Susanne Hauser (UDK Berlin), Dr. Kim Lauenroth, Soumaya Hmissi, Prof. Dr. Gessmann (HfG Offenbach), Sara Mohammed, Alex-San Dursun, Liliana Schmidt, Prof. Felix Schwake (AMD Düsseldorf), Prof. Oliver Schneller (RSH Düsseldorf)

Katja Domschky (Präsidentin Architektenkammer NRW), Tim Dreckstraeter, Soumaya Hmissi, Sara Mohammed, Prof. Felix Schwake (AMD Düsseldorf)

Katja Domschky (Präsidentin Architektenkammer NRW), Pia Marx (Studentin AMD Düsseldorf)

 

Model: Pia Marx (Studentin AMD Düsseldorf)

Model: Tim Dreckstraeter

 


Fotos: Katharina Petsch

 

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