Interior Innovation Award 2014
Buch
Mit dem Interior Innovation Award wurde Felix Schwake 2014 für Arbeiten ausgezeichnet, die sich zwischen Architektur, Interior Design und funktionaler Kunst bewegen. Die Auszeichnung verweist auf eine Gestaltungshaltung, die Funktion, Materialität und räumliche Atmosphäre nicht getrennt voneinander betrachtet.
Die Arbeiten folgen einer reduzierten architektonischen Ordnung. Klare Geometrien, präzise Proportionen und die bewusste Integration funktionaler Anforderungen bilden die Grundlage der Entwürfe. Funktionen werden nicht sichtbar addiert, sondern vollständig in die Form eingebunden. Dadurch entstehen ruhige Objekte, die Nutzung ermöglichen, ohne den Raum visuell zu überlagern.
Die Arbeiten verstehen sich nicht als dekorative Möbelstücke. Vielmehr geht es um die Entwicklung räumlicher Situationen, in denen Material, Licht, Gebrauch und Atmosphäre zusammenwirken. Die Objekte bewegen sich bewusst zwischen Gebrauchsgegenstand und räumlicher Struktur.
Die Reduktion auf einfache Formen dient dabei nicht einer stilistischen Geste. Sie schafft Konzentration und ermöglicht eine bewusste Wahrnehmung von Raum und Material. Architektur und Design werden als Hintergrund für das Leben verstanden – nicht als permanente visuelle Behauptung.
Der Begriff der „funktionalen Kunst“ beschreibt in diesem Zusammenhang eine Haltung gegenüber Gestaltung. Kunst und Gebrauch werden nicht voneinander getrennt. Entscheidend ist die Frage, wie Räume und Objekte langfristig genutzt, erlebt und wahrgenommen werden.
Die Auszeichnung mit dem Interior Innovation Award verweist zugleich auf eine internationale Diskussion über Dauerhaftigkeit, Materialbewusstsein und die Verantwortung von Gestaltung gegenüber Alltag und Wahrnehmung. Nicht dekorative Effekte stehen im Mittelpunkt, sondern die Entwicklung klarer räumlicher Ordnungen mit langfristiger atmosphärischer Qualität.
Die Arbeiten von Felix Schwake versuchen deshalb nicht, Kunst und Funktion miteinander zu kombinieren, sondern deren gemeinsame räumliche Grundlage sichtbar zu machen: Material, Nutzung, Proportion und menschliche Erfahrung.