Gewinner
German Design Award 2015

Der FELIX SCHWAKE Schreibtisch wurde 2015 für den German Design Award nominiert. Die Arbeit steht exemplarisch für eine gestalterische Haltung, die Funktion, Materialität und räumliche Ruhe als zusammenhängende architektonische Aufgabe versteht.

Im Mittelpunkt des Entwurfs steht die Frage, wie konzentriertes Arbeiten ohne visuelle Unruhe ermöglicht werden kann. Die Gestaltung folgt deshalb einer konsequent reduzierten geometrischen Ordnung, innerhalb derer technische Funktionen vollständig integriert werden.

Unter der ausziehbaren Schreibfläche befinden sich Stauraum sowie integrierte Anschlüsse für Strom, Netzwerk und USB. Technik und Kabel bleiben dadurch im Inneren des Objekts organisiert und treten visuell zurück, ohne ihre unmittelbare Nutzbarkeit einzuschränken.

Die Arbeit verfolgt bewusst keine technische Inszenierung. Vielmehr entsteht eine Arbeitsumgebung, in der freie Flächen, klare Proportionen und räumliche Ruhe Konzentration unterstützen. Architektur und Möbel werden dabei als Hintergrund für Denken und Arbeiten verstanden — nicht als permanente visuelle Behauptung.

Die Reduktion auf klare Formen dient dabei nicht formaler Strenge allein. Sie schafft eine ruhige räumliche Ordnung, in der Materialität, Licht und Nutzung in ein ausgewogenes Verhältnis treten können. Funktionen bleiben präsent, ohne die Atmosphäre des Raumes zu dominieren.

Materialität und handwerkliche Verarbeitung besitzen dabei zentrale Bedeutung. Oberflächen, Proportionen und Details beeinflussen die Wahrnehmung des Objekts ebenso wie seine Funktion. Der Schreibtisch wird nicht als isoliertes Designobjekt verstanden, sondern als Teil einer größeren architektonischen Atmosphäre.

Die Nominierung für den German Design Award würdigt damit insbesondere die Verbindung aus reduzierter Gestaltung, technischer Integration und langfristiger räumlicher Qualität.

Die Arbeiten von Felix Schwake bewegen sich bewusst zwischen Architektur, Interior Design und funktionaler Kunst. Gestaltung wird nicht als kurzfristige visuelle Erscheinung verstanden, sondern als dauerhafte räumliche Erfahrung im Alltag.

Schreibtisch