Cube
Architekturmagazin 3-20
Das Cube Magazin widmete sich in seiner Ausgabe 3/2020 den Arbeiten von Felix Schwake und ihrer Position zwischen Architektur, Interior Design und funktionaler Kunst.
Im Mittelpunkt der Veröffentlichung stand die Frage, wie sich Räume und Objekte auf ihre wesentlichen räumlichen und funktionalen Qualitäten reduzieren lassen. Die Arbeiten folgen einer bewusst zurückhaltenden Gestaltungshaltung, in der klare Geometrien, Materialität und Nutzung eine gemeinsame Ordnung bilden.
Die Objekte entstehen nicht als dekorative Einzelstücke, sondern als Teil räumlicher Zusammenhänge. Möbel, Architektur und Atmosphäre werden gemeinsam gedacht. Funktionen werden vollständig in die Form integriert, sodass Ruhe und Klarheit entstehen können. Die Reduktion dient dabei nicht der formalen Strenge allein, sondern schafft bewusste Wahrnehmung und Konzentration.
Die Arbeiten bewegen sich zwischen Objekt und Raum. Sie sollen nicht allein betrachtet, sondern genutzt und körperlich erfahren werden. Architektur wird dabei nicht als visuelle Inszenierung verstanden, sondern als Hintergrund für menschliche Handlung und Alltag.
Besondere Bedeutung erhält die Beziehung zwischen Material und Atmosphäre. Licht, Oberflächen, Proportionen und räumliche Ordnung wirken zusammen und erzeugen Situationen, die sich bewusst gegen visuelle Überladung und kurzfristige Stilbilder positionieren.
Die Veröffentlichung im Cube Magazin verweist zugleich auf eine gestalterische Haltung, die Architektur und Interior Design nicht als getrennte Disziplinen versteht. Räume und Objekte entstehen aus denselben Fragen nach Gebrauch, Dauerhaftigkeit und räumlicher Wirkung.
Internationale Auszeichnungen im Bereich Architektur und Interior Design bestätigen die Anschlussfähigkeit dieser Haltung innerhalb eines größeren gestalterischen Diskurses. Entscheidend bleibt dabei weniger die öffentliche Anerkennung als die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Verantwortung von Gestaltung gegenüber Wahrnehmung, Nutzung und Alltag.