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Der Schwarze Raum

Ein Raum für Interior Design

Der Schwarze Raum

AMD – Interior Design (B.A.) – Düsseldorf – 2025

Am neuen Düsseldorfer Campus der AMD liegt ein weißes Blatt auf einem schwarzen Tisch. Dahinter stehen Modelle in dunklen Regalen. Die helle Arbeit tritt hervor; die Flächen um sie herum treten zurück. Der Raum soll es leicht machen, bei einer Zeichnung, einem Modell oder einem Gedanken zu bleiben.

Das Leitmotiv ist die Höhle. Im dunklen Inneren zieht eine vom Licht getroffene Stelle den Blick an. Für den Lehrraum wird diese Erfahrung zur Beziehung zwischen schwarzer Umgebung und heller Arbeit: Die Aufmerksamkeit gilt dem, was hier entsteht.

 

 

Höhle – Bildstudie zum Leitmotiv

 

 

Weißes Stadtmodell auf einer schwarzen Präsentationsstele.

Ein Hintergrund für die Arbeit

Der Studiengang Interior Design sollte am neuen Standort räumlich erkennbar werden. Das Budget war äußerst knapp. Schwarzes MDF wurde zum Material für die klappbaren Ausstellungswände; die schwarze Fassung von Raum und Mobiliar gibt Papier, Zeichnungen und Modellen einen gemeinsamen Hintergrund. Regalwand, Arbeitsplatz und Ausstellung bilden die Ausstattung, an der die Studenten selbst lernen und arbeiten.

Der Raum verändert sich mit der Lehre

Modellbau, Seminar, Kolloquium und Prüfung brauchen unterschiedliche Anordnungen. Die Tischplatten liegen auf Klappböcken. Werden sie abgenommen und in den Wandregalen verstaut, wird die Mitte für Präsentationen, Ausstellungen oder Veranstaltungen frei.

Aus den Regalen lassen sich Stelen und Klappwände herausnehmen. Die Stelen heben Modelle vom Boden in den Blick; die aufgefalteten Wände geben Zeichnungen eine Fläche. Nach dem Gebrauch nehmen die Regale diese Elemente wieder auf. Derselbe Wandbereich bewahrt also das Mobiliar auf, das den Raum vorübergehend neu gliedert.

Arbeiten bleiben sichtbar

Die Regale sind zugleich als Ausstellung für Studentenarbeiten gedacht. Die folgenden Semester sollen dort sehen können, was ihre Vorgänger entwickelt haben. Der Vergleich mit diesen Arbeiten soll dazu anregen, eigene Lösungen weiterzuentwickeln.

Die Studenten halfen beim Einrichten der Werkstätten. Ihre Mitarbeit am Aufbau gehört zur Entstehung dieses Lernortes. Im Gebrauch wechseln die Anordnungen; das weiße Blatt und das Modell behalten ihren dunklen Hintergrund.

 

 

Herr Schwake im eingerichteten Lehrraum.

Projektdaten

Projekt: Schwarzer Raum – Interior Design (B.A.)

Hochschule: AMD, University of Applied Sciences and Arts

Ort: Düsseldorf – Campus Hochschule Fresenius

Entwurf: Felix Schwake

Fertigstellung / Eröffnung: 2025

Ausstellungswände: Klappwände aus schwarzem MDF – 2 × 1 m

Präsentationsstelen: 1 × 0,50 × 0,50 m

Nutzungen: Modellbau – Seminar – Kolloquium – Prüfung – Ausstellung – Veranstaltung

Planungsunterstützung: Frau Marx, Frau Gudaqi, Frau Berger und Frau Caillault. Schreinerarbeiten: Herr Faber. Mit Unterstützung der Hochschule Fresenius.